Wie macht sich eine Nasennebenhöhlenentzündung bemerkbar?

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitis) kennen viele Menschen: Erwachsene leiden im Schnitt pro Jahr an zwei bis drei Infekten der oberen Atemwege, bei Kindern können es sogar sieben bis zehn sein. Die Krankheit kommt daher, dass sich Erkältungserreger in den Nebenhöhlen festsetzen. Zu den typischen Anzeichen gehört ein Druckgefühl in der Stirn und im Kiefer, sodass schon ein Vornüberbeugen schmerzhaft ist.

Wo liegt der Unterschied?

Während eine akute Nasennebenhöhlenentzündung gut zu behandeln ist und meist relativ schnell verschwindet, haben Patient*innen mit einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung länger damit zu kämpfen. Typische Beschwerden einer chronischen Entzündung in Nase und Nasennebenhöhlen sind eine verstopfte Nase, Schnupfen, ein beeinträchtigter Geruchssinn und Gesichtsschmerz. Die Krankheit macht sich außerdem durch eine Schwellung der Schleimhäute und eine vermehrte Schleimbildung bemerkbar.

Ab wann wird es chronisch?

Von einer chronischen Entzündung der Nase und Nasennebenhöhlen spricht man, wenn die Beschwerden bereits 3 Monate – oder länger – andauern und nicht von selbst verschwinden. Im Gegensatz zu einer akuten Entzündung in Nase und Nasennebenhöhlen können es schwächer ausgeprägte Symptome erschweren, die chronische Erkrankung eindeutig zu erkennen.

Wo liegt die Entzündung?

Eine chronische Entzündung in Nase und Nasennebenhöhlen tritt besonders häufig in Kieferhöhlen und Siebbeinzellen auf. Die Stirnhöhle und Keilbeinhöhle sind seltener betroffen.

Wie entsteht die Entzündung?

Die Erkrankung entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Eine große Rolle spielt dabei eine Fehlregulation des Immunsystems. So kann es zu langanhaltenden Entzündungen kommen, die auch die Schleimhäute schädigen können.

Was haben Nasenpolypen damit zu tun?

Bei manchen Patient*innen, die an einer chronischen Entzündung von Nase und Nasennebenhöhlen leiden, entstehen auch Nasenpolypen.

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